Elefanten, Leoparden & tropischer Regenwald — Wildnis hautnah erleben
Sri Lanka ist ein globaler Hotspot der Biodiversität. Auf einer Fläche kleiner als Bayern beherbergt die Insel eine atemberaubende Vielfalt an Ökosystemen: vom tropischen Regenwald über weitläufige Savannen bis hin zu Feuchtgebieten und Bergwäldern über 2.000 Meter.
Mit über 26 Nationalparks und zahlreichen Naturschutzgebieten stehen rund 30 % der Landesfläche unter Schutz. Alle Parks sind täglich von 6:30 bis 18:30 Uhr geöffnet. Die meisten werden mit Jeep und ortskundigem Fahrer erkundet — Horton Plains und der Sinharaja-Regenwald sind Ausnahmen und werden zu Fuss begangen.
Sri Lanka hat die höchste Leopardendichte Asiens und eine der grössten Wildelefonantenpopulationen des Kontinents. Auch Blauwal-Sichtungen direkt vor der Küste sind möglich — ein einzigartiges Naturerlebnis.
Yala ist Sri Lankas bekanntester und meistbesuchter Nationalpark — und einer der besten Orte der Welt, um Leoparden in der Wildnis zu beobachten. Mit einer der höchsten Leopardendichten weltweit sind Sichtungen häufig. Daneben beherbergt der Park Elefanten, Faulbären, Krokodile, Mongoosen und über 130 Vogelarten. Übernachtungen in komfortablen Bungalows möglich.
Minneriya ist weltberühmt für das "The Gathering" — eine der grössten Elefantenansammlungen Asiens. In der Trockenzeit (Juli–Oktober) versammeln sich bis zu 300–500 Elefanten rund um den Minneriya-Stausee, der auf König Mahasen im 3. Jahrhundert zurückgeht. Der Park beherbergt ausserdem 24 Säugetierarten und 160 Vogelarten.
Udawalawe rund um den Uda-Walawe-Stausee ist der ideale Park für Elefanten-Safaris — die Sichtungschancen sind hier besonders hoch. Neben grossen Herden wilder Elefanten leben hier Wildschweine, Wasserbüffel, Spotted Deer, Muntjaks und Leoparden. Der Stausee zieht zahlreiche Wasservögel an.
Wilpattu ist der grösste Nationalpark Sri Lankas (131.500 Hektar) und einzigartig durch seine zahlreichen natürlichen Seen — Villus genannt. Nach der Schliessung während des Bürgerkriegs (1985–2010) ist er heute wiederentdeckt und bietet eine wildere, weniger überlaufene Alternative zu Yala. Leoparden, Faulbären, asiatische Elefanten und viele Vogelarten sind hier heimisch.
Das Horton-Plains-Plateau liegt auf über 2.000 Metern Höhe und ist das kühlste und einsamste Schutzgebiet Sri Lankas. Seit 2010 UNESCO-Welterbe, ist es Heimat von 750 Pflanzenarten, 24 Säugetierarten und 87 Vogelarten. Hauptattraktion ist «World's End» — ein fast senkrecht abfallender Felsen mit 825 Metern Tiefe und spektakularem Panorama.
Der Sinharaja-Regenwald ist eines der letzten grossen zusammenhängenden tropischen Tieflandwälder Sri Lankas — ein UNESCO-Welterbe seit 1988. Das Gebiet ist bekannt für seine aussergewöhnliche Artenvielfalt und zahlreiche endemische Pflanzen- und Tierarten. Wanderungen mit Ranger durch dichtes Dickicht, vorbei an Lianen, Urwaldriesen und seltenen Vögeln.
Bundala liegt zwischen Tissamaharama und Hambantota an der Südküste und ist der einzige Ort Sri Lankas, wo noch Flamingos beobachtet werden können. Das Feuchtgebiet aus Lagunen und dichtem Dschungel ist zudem Heimat von Elefanten, Schildkröten, Wildschweinen, Affen sowie Pelikanen, Störchen und Reihern.
Die beste Tierbeobachtung ist am frühen Morgen (6:30–9:00 Uhr) und am späten Nachmittag. Mittags sind die meisten Tiere im Schatten.
Ein erfahrener einheimischer Jeep-Fahrer kennt die besten Stellen und Tiergewohnheiten — unbedingt empfehlenswert.
Für gute Tierfotos empfiehlt sich ein Teleobjektiv (200–400mm). Ruhiges Verhalten im Jeep und kein plötzliches Bewegen verbessern die Chancen.