Sri Lanka — Antike Städte, heilige Felsen & UNESCO-Welterbe
Sri Lanka beherbergt acht UNESCO-Welterbestätten — eine erstaunliche Dichte für eine Insel seiner Grösse. Von der majestätischen Felsenfestung Sigiriya bis zur heiligen alten Stadt Anuradhapura bietet die Insel eine lebendige Reise durch 3.000 Jahre Geschichte, Kultur und Glauben.
Sigiriya ist ein mächtiger Granitmonolith, der sich über 200 Meter aus dem Dschungel erhebt. Auf seinem Gipfel befinden sich die Ruinen einer antiken Festungsanlage aus dem 5. Jahrhundert. Die imposanten Löwenpfoten am Eingang gaben dem Felsen seinen Beinamen "Löwenfelsen". Fresken an der Felswand zeigen prachtvolle "Wolkenmädchen" — ein einzigartiges Zeugnis frühmittelalterlicher Kunst Sri Lankas.
Der Dambulla-Höhlentempel ist einer der grössten Tempelkomplexe Sri Lankas und beeindruckt mit fünf Höhlen voller buddhistischer Fresken und Statuen. Der Komplex besteht seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. und ist bis heute ein aktives Heiligtum. Im Innern befinden sich über 150 Buddha-Statuen sowie Gemälde, die sich über 2.100 Quadratmeter erstrecken.
Anuradhapura war über 1.300 Jahre lang die erste und mächtigste Hauptstadt Sri Lankas. Die heilige Stadt wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. um den Sri-Maha-Bodhi-Baum gegründet — einen Ableger des ursprünglichen Bodhi-Baums, unter dem Buddha erleuchtet wurde. Er gilt als der älteste dokumentierte Baum der Welt. Riesige Dagobas (Stupas) überragen die flache Landschaft.
Der Adam's Peak (Sri Pada) ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Sri Lankas und für vier Weltreligionen heilig: Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen verehren ihn. Auf dem Gipfel befindet sich ein 1,8 Meter langer Fussabdruck im Stein — je nach Glaube von Buddha, Shiva, Adam oder dem Apostel Thomas. Der Aufstieg in der Nacht, um den Sonnenaufgang zu erleben, ist unvergesslich.
Polonnaruwa war vom 11. bis 13. Jahrhundert die zweite Hauptstadt Sri Lankas. Die gut erhaltenen Ruinen umfassen prächtige Königspaläste, Badeanlagen, Dagobas und das berühmte Gal Vihara — vier monumentale Buddha-Figuren, die direkt aus dem Felsen gehauen wurden. Das Stadtbild wird von einem riesigen künstlichen Stausee dominiert.
Das Galle Fort an der Südwestküste ist das besterhaltene europäische Kolonialfort in Asien. 1588 von den Portugiesen errichtet und später von den Holländern ausgebaut, zeigt es eine einzigartige Mischung europäischer Architektur und südasiatischen Stadtlebens. Innerhalb der alten Mauern findet man Boutique-Hotels, Cafés, Galerien und lebhafte Gassen.